Vier Lektoren wurden in ihr Amt eingeführt

Es sind neue und doch bekannte Gesichter, die den Besuchern in Zukunft in der Christuskirche und in Ohlerfeld  im sonntäglichen Gottesdienst begegnen werden. Vier Lektoren mit besonderen Aufgaben wurden im Mai durch Pfarrer Andreas Rudolph in zwei Gottesdiensten in ihr Amt eingeführt.

Nachdem Pfarrer Wolfgang Hess im Januar in den Ruhestand verabschiedet  und die Pfarrstelle des 2. Pfarrbezirks aufgehoben wurde, beschäftigte sich das Presbyterium mit der Frage, wie angesichts der Verkleinerung des Pfarrkollegiums die Zahl der Gottesdienste an zwei Predigtstätten aufrecht erhalten werden kann. Hilfe bot das Lektorengesetz der rheinischen Landeskirche, das bisher selten angewandt wurde und auf das Pfarrer Andreas Rudolph aufmerksam machte. Danach können bewährte Gemeindemitglieder, die zum Presbyteramt befähigt sind und regelmäßig im Gottesdienst mitgewirkt haben, vom Kreissynodalvorstand zu Lektoren bestellt werden, die „nach Anleitung unter Verantwortung des Pfarrers öffentliche Gottesdienste halten und dabei Lesepredigten benutzen“ (Lektorengesetz §1). Mit Mabel Agbor-Pearson, Gabriela Ferfers-Weitz, Lothar Beckers und Manfred Petzold zeigten gleich vier Gemeindemitglieder Interesse an dieser besonderen Form der Mitarbeit, die sich auch sonst in der Gemeinde in vielerlei Hinsicht engagieren und den meisten gut bekannt sein werden. Um nur einige der Aktivitäten zu nennen: Mabel Agbor-Pearson ist Gemeindepädagogin, Gabriela Ferfers-Weitz und Lothar Beckers sind Presbyter und Manfred Petzold ist ehemaliger Presbyter. Alle waren schon in vielfältiger Weise im Gottesdienst im Einsatz, in Zukunft werden sie Gottesdienste auch allein halten und dabei auf die von der Landeskirche zur Verfügung gestellten Predigten zurückgreifen können.

Neben Pfarrern und Lektoren kennt die rheinische Kirche auch Prädikanten. Sie durchlaufen eine zweijährige „Zurüstung“, werden ordiniert, gestalten Gottesdienste, halten eigene Predigten, dürfen taufen und die Abendmahlsfeier leiten. Auch Prädikanten sind in der Christuskirchengemeinde seit vielen Jahren im Einsatz und den meisten wohl bekannt: Charlotte Stahl zum Beispiel oder Bilke Epperlein.  Prädikanten – die zum Teil auch aus anderen Gemeinden stammen -  werden durch ihren ehrenamtlichen Einsatz weiterhin dazu beitragen, dass die Gottesdienste regelmäßig gefeiert werden können. So leitete Dr. Eberhard Berg als Prädikant den Gottesdienst am Pfingstsonntag und Prädikant Rudolf Krah ist in den inklusiven Gottesdiensten aktiv.

„Ein zentrales Bild für die Gemeinde ist der Vergleich mit dem menschlichen Körper, der aus vielen Körperteilen und Organen besteht“, sagt Pfarrer Andreas Rudolph in seiner Predigt bei der Lektoreneinführung  am 26. Mai. „Durch die Fülle der Begabungen und Beiträge wird der Gemeinde-Leib gestärkt und aufgebaut durch Glaube, Hoffnung und liebevolle Herzensbildung.“

Angela Rietdorf